Gaus Diversity

Flexiblere Belegschaften 

Die Argumentation ist einfach: Eine „Belegschafts-Monokultur“, die beispielsweise nur aus Männern einer Altersgruppe besteht, verfügt über wenig soziale Reibungsflächen und kann als relativ stabil betrachtet werden. Doch ist diese Form von Belegschaft noch wirtschaftsadäquat?

Waren früher in stabilen Wirtschaftsbeziehungen und überschaubaren Marktprozessen Unternehmen im Vorteil, die über „eingespielte“ und homogene Belegschaften verfügten, so stellen Globalisierung, Flexibilisierung und andere ökonomische Effekte neue Herausforderungen an Belegschaften. Im Gegensatz zur verlässlichen, aber durch wenig unterschiedliche lebensweltliche Perspektiven gekennzeichneten „Monokultur“ erscheint heute vielmehr personelle Vielfalt im Unternehmen als Grundlage für Produktivität, Flexibilität und Innovation.

Vielfältige Belegschaften reagieren flexibler auf neue Herausforderungen, weil sie auf einen breiteren Erfahrungsschatz zurückgreifen, unterschiedliche Resourcen mobilisieren und besser mit nicht-eindeutigen Situationen umgehen können.

Das schwedische Unternehmen Fresh AB hat sich deshalb – trotz anfänglicher Skepsis innerhalb der Belegschaft – für die Schaffung von durchmischten Teams entschieden, um unterschiedliche Kundenanforderungen besser erfüllen zu können. Jede Arbeitsgruppe soll aus einer Mischung von jungen und älteren, gut und gewöhnlich ausgebildeten, in- und ausländischen, männlichen und weiblichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit und ohne Behinderung bestehen.