Gaus Diversity

Diversity-Praxis in Verwaltungen 


Öffentliche Einrichtungen können den Bürgerinnen und Bürgern nur dann adäquate Dienstleistungen bieten, wenn bei den Beschäftigten in der Verwaltung Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen (Männer und Frauen, Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen unterschiedlicher Ethnien, Religionen und sexueller Orientierungen) vertreten sind. Deshalb versuchen immer mehr öffentliche Einrichtungen und Institutionen wie Kommunen oder die Polizei die Struktur der Bevölkerung in ihrer Zusammensetzung zu repräsentieren. Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen fühlen sich in gleichem Maße wertgeschätzt und anerkannt, sodass die Einrichtungen eine höhere Akzeptanz und mehr Vertrauen auf Seiten der Bevölkerung genießen.

Die Polizei-NRW hat in diesem Jahr 68 Schülerinnen und Schüler mit Migrationsgeschichte eingestellt. "Gerade Polizisten mit Migrationshintergrund haben oft den entscheidenden Vorteil, dass sie mit der Mentalität ihrer Landsleute vertraut sind und so helfen können, in schwierigen Situationen zu vermitteln.  Die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger ist ein wesentliches Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Mit der Veranstaltung "Tag der Kulturen" bietet das  Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei in Münster eine Plattform für den Austausch gerade zu diesen Themen. Unter der Schirmherrschaft des Innenministers treffen sich dort aus dem ganzen Land Polizeibeamtinnen und -beamte mit Migrationshintergrund und ihre Streifenpartner" Stand:15.12.2008  

 mehr Info: www.polizei-nrw.de 

Klassische Angebote zur Antidiskriminierung einzelner Gruppen (z.B. behinderte Menschen, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Frauen) gibt es in vielen öffentlichen Verwaltungen schon lange. Diversity versucht darüber hinausgehend für alle Bürgerinnen und Bürger gleiche Zugänge zu den Leistungen und Angeboten öffentlicher Verwaltungen zu schaffen. Dazu gehören z.B. mehrsprachige Broschüren, behindertengerechte Internetauftritte, Hilfe- und Unterstützungssysteme sowie zielgruppenspezifische  Beratungsangebote.

Darüber hinaus kommt es für öffentliche Verwaltungen vor allem darauf an, ein von Respekt und gegenseitigem Verständnis geprägtes Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen zu gewährleisten. Mögliche Konfliktfelder müssen erkannt und – auf Basis vorhandener Kompetenzen der vielfältigen Beschäftigtenstruktur – beseitigt werden.